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Dr. med. N. Shahab / Dr. med. S. Kruse / Dr. med. K. Struk / Dr. med. E. Mielke / Dr. med. R. Lukas / Dr. med. M. Hollenhorst
Fachärzte für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin
Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

  • Wie kann ich mich vorbereiten?

    Sie sollten am Tag der Untersuchung Kleidung tragen, die Sie leicht ablegen können, da Sie sich bis zur Taille für die Untersuchung ausziehen müssen. Bitte benutzen Sie auch kein Deodorant. Deodorant kann Rückstände auf der Haut hinterlassen, die Schatten auf den Bildern erzeugen. Zu Ihrem Untersuchungstermin bringen Sie bitte Ihre Versichertenkarte mit.

  • Was ist, wenn ich ein empfindliches Brustgewebe habe?

    Manche Frauen haben besonders in der zweiten Zyklushälfte ein schmerzempfindliches Brustgewebe. Der Grund: In der Zeit vor der Periode enthält das Brustgewebe mehr Flüssigkeit als zur Zeit der Periode oder in der ersten Woche danach. Reagiert Ihre Brust in der zweiten Zyklushälfte sehr empfindlich, sollten Sie sich in den Tagen nach der Regelblutung untersuchen lassen. Für Frauen, welche die Menopause hinter sich haben, spielt der Zeitpunkt keine große Rolle. Werden allerdings Hormone eingenommen, um Beschwerden in den Wechseljahren zu behandeln, kann die Beurteilung erschwert sein. Denn das Brustdrüsengewebe wird durch die Einnahme von Hormonen dichter - wie bei Frauen vor der Menopause.

  • Wann bekomme ich das Ergebnis?

    Da jede Ihrer Aufnahmen von mindestens zwei Ärzten beurteilt wird, erhalten Sie das Untersuchungsergebnis nicht am gleichen Tag, sondern in der Regel innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung. Bei etwa 95 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. In dem Fall werden Sie schriftlich benachrichtigt und in zwei Jahren erneut zum Mammographie Screening eingeladen.

  • Was passiert im Fall der Fälle?

    Zeigen sich in der Röntgenaufnahme Veränderungen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen, sind weitere Untersuchungen notwendig. In diesem Fall bekommen Sie das Ergebnis Ihrer Mammographie und werden gleichzeitig kurzfristig zu weiteren Untersuchungen eingeladen, um die Auffälligkeit abzuklären. Die Einladung zu weiteren Untersuchungen sollte Sie nicht zu sehr beunruhigen. Nicht jede Auffälligkeit lässt auf einen bösartigen Tumor schließen. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass 80 Prozent der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie erneut eingeladen wurden, keinen Brustkrebs hatten.

    Bei der Abklärungsuntersuchung erwartet Sie zunächst ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, die/der die Screening-Einheit leitet. Sie/er bespricht mit Ihnen Ihre Röntgenaufnahmen und informiert Sie über die weiteren Untersuchungen, die notwendig sind. Zu dem Gespräch können Sie nach Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt eine Person Ihres Vertrauens mitbringen.

    Die Untersuchung beginnt damit, dass die Ärztin/der Arzt sorgfältig Ihre Brust abtastet. Je nach Art der Gewebeveränderung können eine Ultraschalluntersuchung und/oder zusätzliche Röntgenaufnahmen notwendig sein. Die Ultraschalluntersuchung oder auch Sonographie erlaubt eine ergänzende Beurteilung der in der Mammographie entdeckten Auffälligkeiten. Bei dieser Untersuchungsmethode werden mittels Schallwellen Bilder vom Brustgewebe erzeugt.

    Bei einigen Veränderungen ist eine zusätzliche Röntgenaufnahme der Brust erforderlich - zum Beispiel eine Vergrößerungsaufnahme. Damit lassen sich bestimmte auffällige Gewebebezirke genauer darstellen. Nach Abschluss dieser Untersuchungen bespricht die Ärztin oder der Arzt das Ergebnis mit Ihnen. Bei den meisten Frauen kann bereits zu diesem Zeitpunkt Brustkrebs ausgeschlossen werden.

    Bei wenigen Frauen kann allerdings die Entnahme einer Gewebeprobe, eine so genannte Biopsie, erforderlich sein, bevor abschließend eine Diagnose gestellt werden kann. Dazu wird mit einer Hohlnadel etwas Gewebe aus dem auffälligen Bezirk der Brust entnommen. Die entsprechende Stelle wird selbstverständlich örtlich betäubt. Die Gewebeproben werden von einer/m Spezialistin/Spezialisten beurteilt. Nach wenigen Tagen, wenn das Ergebnis vorliegt, bespricht die Ärztin/der Arzt das Ergebnis persönlich mit Ihnen. Wenn Sie es wünschen, wird selbstverständlich auch die/der von Ihnen angegebene Ärztin/Arzt über das Ergebnis informiert.

    Das abschließende Ergebnis, Ihren Befund, erhalten Sie in der Regel innerhalb von zwei Wochen nach der Einladung zur ersten Abklärungsuntersuchung. Sollte sich doch der Verdacht auf eine Krebserkrankung bestätigen, bespricht die Ärztin/der Arzt, die/der die Abklärungsuntersuchungen durchgeführt hat, das weitere Vorgehen mit Ihnen. Zu diesem Gespräch können Sie eine Ihnen vertraute Person mitbringen, sprechen Sie Ihre(n) Ärztin/Arzt darauf an.

  • Ist die Teilnahme am Mammographie Screening Pflicht?

    Die Teilnahme am Mammographie Screening ist freiwillig. Ob Sie das Angebot der Früherkennungsuntersuchung wahrnehmen oder nicht, entscheiden Sie.

  • Kann eine Frau in jeder radiologischen Praxis am Mammographie Screening teilnehmen?

    Am Screening dürfen nur sogenannte zertifizierte Mammographie-Einheiten teilnehmen. Dies ist im Sinne der Frauen, dass das Programm nach den EU-Leitlinien höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Dazu gehören z. B. die spezielle Schulung der Röntgenassistentinnen und Ärzte sowie Qualitätskontrolle durch übergeordnete Stellen. Und es heißt beispielsweise auch, dass immer zwei besonders erfahrene Ärzte die Röntgenaufnahmen einer Frau betrachten, um sicherzustellen, dass möglichst nichts übersehen oder falsch interpretiert werden kann.

  • Ich habe noch keine Einladung zum Mammographie Screening-Programm bekommen. Warum?

    Es kann mehrere Gründe haben, dass Ihnen noch keine Einladung zugeschickt wurde. Zum einem können nicht alle Frauen zu ein und demselben Zeitpunkt zum Mammographie Screening eingeladen werden. Da Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf die Untersuchung haben, werden die Frauen auch verteilt über diesen Zeitraum eingeladen. Die Einladungen versenden die Zentralen Stellen in der Regel nach einem Postleitzahlen-System. In einigen Regionen ist das Programm noch frisch angelaufen, so dass es auch aufgrund dessen zu Verzögerungen bei den Einladungen kommen kann. Trotz aller Sorgfalt bei der Versendung der Einladungen kann es auch vorkommen, dass Einladungen Frauen nicht erreichen. Sollten Sie zwischen 50 und 69 Jahre alt sein, das Screening-Programm in Ihrer Region bereits zwei Jahre laufen und Sie noch keine Einladung erhalten haben, dann können Sie sich bei Ihrer Zentralen Stelle (Zentrale Stelle Mammographie Screening bei der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Postfach 884648047 Münster, Tel.: 0251 - 92950 00, Fax: 0251 - 92950 19, E-Mail: zentrale-stelle@mswl.de) erkundigen.

  • Wenn ich jetzt nicht am Mammographie Screening teilnehme, bekomme ich dann in zwei Jahren automatisch wieder eine Einladung?

    Ja, Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren erhalten nach zwei Jahren automatisch wieder eine Einladung, auch wenn Sie zwei Jahre zuvor nicht an der Screening-Untersuchung teilgenommen haben.

  • Kann ich an dem Programm teilnehmen, auch wenn ich noch keine 50 Jahre alt bin?

    Das ist leider nicht möglich. Der Anspruch auf eine Teilnahme am Früherkennungsprogramm ist gesetzlich geregelt. Sollten Sie aber Beschwerden haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt in Verbindung, um die Auffälligkeiten abklären zu lassen.

  • Muss ich für die Untersuchung bezahlen?

    Die Kosten für die Screening-Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. Sie müssen keine Praxisgebühr bezahlen. Bei Frauen, die privat krankenversichert sind, richtet sich die Kostenübernahme nach dem individuellen Vertrag.

  • Ich wurde in der letzen Zeit öfter geröntgt, kann ich trotzdem am Mammographie Screening teilnehmen?

    Zwischen zwei Mammographien sollen mindestens 12 Monate Abstand liegen. Ist die letzte Mammographie vor weniger als zwölf Monaten bei Ihnen durchgeführt worden, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Zentralen Stelle, das ist die einladende Stelle, in Verbindung. Sie werden dann später wieder eingeladen. Wenn andere Körperteile von Ihnen kürzlich geröntgt worden sind, können Sie am Screening teilnehmen.

  • Ich habe schon einmal Brustkrebs gehabt und bin deswegen behandelt worden. Ist für mich eine Screening-Untersuchung sinnvoll?

    Wenn Sie bereits aufgrund einer Brustkrebserkrankung behandelt werden, teilen Sie dies bitte der Zentralen Stelle mit, die Sie eingeladen hat. Sie werden durch Ihren behandelnden Arzt oder behandelnde Ärztin weiter in der Nachsorge betreut und erhalten dort die regelmäßigen ergänzenden Untersuchungen. Fünf Jahre nach Abschluss einer Brustkrebsbehandlung können Sie grundsätzlich wieder am Mammographie Screening-Programm teilnehmen. Bitte beraten Sie das weitere Vorgehen mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.

  • Welche Technik kommt zur Anwendung?

    Beim Mammographie Screening der Radiologie Iserlohn in der Screening-Einheit Hamm-Unna-Märkischer Kreis kommt ein digitales Vollfeldmammographiegerät der neuesten Generation zum Einsatz.